Wichtige Links zu Impffragen, Impfstoffsicherheit und Impfschäden:

www.impfschutzverband.de
www.impfo.ch

Impfen:

Stellungnahme der Initiative „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“

In jüngster Zeit ist es zu endemischen Ausbrüchen der Masernkrankheit in Deutschland gekommen. Epidemien dieser Art sind bis vor wenigen Jahren keine Besonderheit gewesen. Das seit Januar 2001 geltende Infektionsschutzgesetz und die u.a. mit diesem Gesetz intendierte Elimination der Masern in Deutschland bewirken – beabsichtigterweise – eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung der Erkrankung und ihrer Komplikationen. In diesem Rahmen werden offenbar bewusst Ängste gegenüber der Erkrankung geschürt: Eltern werden verunsichert und sollen, auch u.U. gegen ihre Überzeugung, dazu gebracht werden, ihre Kinder gegen die Erkrankung zu impfen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ihrer Ottawa-Charta folgenden Satz voran:

„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen“. Nimmt man dieses Ziel ernst, so ist dem derzeitigen Vorsitzenden der ständigen Impfkommission (STIKO) beizupflichten, wenn er ausdrücklich betont: „Ziel ist es, den Patienten (…) in die Lage zu versetzen, sich für oder gegen eine Impfung zu entscheiden. Alle Fakten, welche die individuelle Impfentscheidung beeinflussen können, müssen genannt werden.“

Der Respekt vor der Autonomie des Patienten schließt auch Fragen nach seiner Biographie, seiner Sozialisation und seiner Fähigkeit zur individuellen Gesundheit mit ein. Epidemiologische Erwägungen, die zur Empfehlung bestimmter Impfungen geführt haben, sind durch uns Ärzte in einen konkreten Bezug zur individuellen Situation des Patienten zu bringen. Ärztliche Verantwortung konstituiert sich daher immer wieder neu. Sie wird rechtlich entlastet durch die Bezugnahme auf öffentliche Impfempfehlungen. Ethisch bleibt sie in der konkreten Arzt-Patienten-Beziehung bestehen.

Im Hinblick auf die derzeitige Kampagne um die Masern und ihre möglichen Folgen möchten wir daher wie folgt Stellung beziehen:

  1. Wir sind keine Impfgegner aber halten eine differenzierte Auseinandersetzung der Eltern und Ärzte mit jeder empfohlenen Impfung und einen darauf basierenden individuellen Impfentscheid für dringend geboten.
  2. Wir halten es für notwendig, im Rahmen unserer umfassenden Aufklärung auch auf die folgenden Aspekte hinzuweisen:
    • Die breite Einführung von Impfungen gegen Masern führt zu einer Veränderung, möglicherweise auch zu einer Verschlimmerung von Krankheitsverläufen bei Ungeimpften. Diese Menschen erkranken u.U. später an Masern und sind daher eher in der Gefahr, Komplikationen zu entwickeln. Gerade impfkritische Eltern sollten von Ärzten über diesen Zusammenhang aufgeklärt werden.
    • In den vergangenen Jahren haben Geimpfte durch den Kontakt mit Masernerkrankten immer wieder einen neuen Schutz („Boosterung“) erhalten. Im Rahmen der flächendeckenden Impfung gegen Masern ist diese Situation immer weniger gegeben.
    • Säuglinge von gegen Masern geimpften Müttern haben ggf. einen nur unzureichenden Nestschutz und sind daher nicht sicher gegen Masern geschützt.
    • Aus Sicht von namhaften Epidemiologen ist es offen, ob sich die Masern wirklich per Impfung weltweit eliminieren lassen. Da keine Vorerfahrungen bestehen, ist unklar, was geschieht, wenn in 20–30 Jahren die Masern in Bevölkerungen eingeschleppt werden, die zwar geimpft aber zunehmend weniger geschützt sind.
    • Nur die natürlich durchgemachten Masern garantieren einen lebenslangen Schutz vor der Erkrankung.
  3. Wir sehen uns in der Pflicht, die Eltern über die öffentlichen Impfempfehlungen aufzuklären. Eine Impfentscheidung ist – auch im Sinne der Ottawa-Charta – immer von den Eltern zu treffen. Es gilt, die Eltern so umfassend als nur irgend möglich ärztlich zu beraten. Ihre Entscheidung ist von uns Ärzten zu respektieren. Sollte ihre Entscheidung von den öffentlichen Empfehlungen abweichen, so werden wir dies entsprechend dokumentieren.
  4. Wir halten eine lückenlose Erfassung und Dokumentation von Masernerkrankungen und deren Verlauf für sinnvoll und notwendig, um gerade bei einem individuellen Impfentscheid Nutzen und Risiken auch in Zukunft genau definieren zu können.
  5. Wir halten es für ein Gebot ärztlicher Ethik, Eltern mit Kindern, bei denen keine Masernimpfung durchgeführt wurde oder die an Masern erkrankt sind, nicht zu diskriminieren, wie dies leider immer wieder geschieht.

Unterschriftenlisten und weitere Informationen erhalten Sie bei

Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.
Dossenheimer Landstraße 37
69121 Heidelberg

Internet: www.individuelle-impfentscheidung.de
E-Mail: info@individuelle-impfentscheidung.de